Filme

Tim und Struppi: DER HAIFISCHSEE

Donnerstag 11.9.97, 18 Uhr

Frankreich / Belgien 1972
Regie: Raymond Leblanc
Vorlage: Greg Hergé
Länge: 80 Min., dt. Fassung
Empf. ab 6

Tim, der Jungreporter mit der weltberühmten Tolle, gerät mit seinem Hund Struppi, Käpt'n Haddock und dem Wissenschaftler Bienlein in ein überaus gefährliches Abenteuer. Es gilt den Kampf um eine geheimnisvolle Vervielfältigungsmaschine gegen skrupellose Gangster zu gewinnen. Der im James-Bond-Stil gestaltete Zeichentrickfilm ist ein ebenso amüsanter wie spannender Klassiker für die ganze Familie
    
LITTLE NEMO

Donnerstag 11.9.97, 20.15 Uhr

USA 1992
Regie: William T. Hurtz / Masami Hata
Drehbuch: Chris Columbus / Richard Outten
Vorlage: Winsor McCay
Länge: 85 Min., engl. Fassung Empf. ab 6

In dem graphisch anspruchsvollen Zeichentrick erleben wir die magische Traumwelt des kleinen Nemo. Zusammen mit seinem Freund Professor Genius und seinem treuen Begleiter, dem fliegenden Eichhörnchen Icarus, gelangt er nach Schlummerland, wo König Morpheus herrscht. Bald wird Nemo von dem betagten König zum Thronfolger bestimmt. Als der kleine Junge jedoch verbotenerweise das Portal zum Land der Alpträume öffnet, schlüpft ein böser Dämon in das Reich der Träume und entführt den König. Nun hat Nemo alle Hände voll zu tun, um seinen Fehler wiedergutzumachen.

"Little Nemo" basiert auf der berühmten Comicreihe des Graphikkünstlers und Geschichtenerzählers Winsor McCay. Auch Comicgeschichte wurde mit "Little Nemo" geschrieben: es war das erste in den USA publizierte Comicheft.
    
SPAWN


Donnerstag 11.9.97, 22.00 Uhr
Carl-Orff-Saal

SNEAK PREVIEW
DEUTSCHLANDPREMIERE

USA 1997
Regie: Mark Dippe
Vorlage: Todd McFarlane
Länge: 100 Min., Original englisch
Empf. ab 12
mit John Leguizamo, Michael Jai White
Martin Sheen, Theresa Randle

Das Regiedebut des Industrial Light & Magic Spezialeffektemeisters Mark Dippe als Deutschlandpremiere auf dem Munchner Comicfest! Ein Regierungskiller kehrt funf Jahre, nachdem er von seinen eigenen Leuten getotet wurde, aus dem Reich der Toten zuruck. Als schwarzer Superhero mit ubermenschlichen Kraften steht er vor der Wahl, seine Ermordung zu rachen oder die Erde vor ihrer Zerstorung zu bewahren. Prall gefullt mit "special visual and digitally animated effects" (Variety) bietet dieses Fantasy-Revenge-Abenteuer den neuesten Stand computergenerierter Filmtechnik.

COMIC BOOK CONFIDENTIAL

Freitag 12.9.1997, 18 Uhr

Kanada 1989
Regie: Ron Mann
Länge: 90 Min., Original mit deutschen Untertiteln
Empf. ab 12

Dieses Zeitdokument portraitiert eindrucksvoll die US-Comicszene. Es kommen 22 der bekanntesten Zeichner zu Wort und präsentieren ihre Werke: Lynda Barry, Charles Burns, Sue Coe, Robert Crumb, Will Eisner, Al Feldstein, Shary Flenniken, William M. Gaines, Bill Griffith, Jaime Hernandez, Jack Kirby, Jack Kurtzman, Stan Lee, Paul Mavrides, Frank Miller, Victor Moscoso, Françoise Mouly, Dan O'Neill, Harvey Pekar, Gilbert Shelton, Art Spiegelman. Der temporeich inszenierte Bilderbogen wagt einen Blick hinter die Kulissen, zeigt, was es heißt von und für die Welt der Comics zu leben - faszinierend und informativ zugleich. Kommet und schauet den Meistern ins Angesicht!
    
GHOST IN THE SHELL

Freitag 12.9.1997, 20.15 Uhr

Japan 1996
Regie: Mamuro Oshii
Länge: 85 Min., engl.Fassung
Empf. ab 16

Megacity im Jahr 2029: Die Cyborgcops von Section 9 erwarten die Ankunft des "Puppetmaster", einer körperlosen, intelligenten Lebensform mit verbrecherischen Absichten. Doch obwohl Section 9 über die modernsten Waffensysteme verfügt, gelingt es nicht, das Phantom dingfest zu machen. Statt dessen sucht der Puppetmaster, der sich mit seinen übermenschlichen Computerhackermethoden ausbreitet, den Fight mit einer Cyborgagentin, die zur Hälfte aus künstlichen Organen besteht. Daß der virtuelle Superhacker das Ziel verfolgt, sich mit ihrem halbmechanischen Körper zu verschmelzen, um so eine neue Lebensform zu begründen, ahnt sie nicht... Der durch stilistische Konsequenz geprägte Zeichentrickfilm besticht durch einen meditativen Erzählrhythmus, der ihn von vielen eher halbherzig gestalteten Mangaproduktionen abhebt. GHOST IN THE SHELL hat längst seinen Platz neben AKIRA eingenommen - ein Manga-Muß. Absolut sehenswert, absolutely cult.
    
CRYING FREEMAN


Freitag 12.9.1997, 22.30 Uhr

Frankreich / Kanada / Japan 1995
Regie: Christophe Gans
Vorlage: Kazuo Koike / Ryuichi Ikagami
Länge: 100 Min., engl. Fassung
Empf. ab 18
mit Mark Dacascos als Crying Freeman

CRYING, weil er um jedes seiner Opfer weint; FREEMAN, weil selbst der chinesische Geheimbund der "108 Drachen", der ihn zum Killer umprogrammiert hat, seinen Freiheitswillen nicht auslöschen kann. CRYING FREEMAN - so heißt der perfekte Auftragskiller, dem eines Tages das zustößt, wovor sich jeder Killer fürchtet: Eine Kunststudentin wird zufällig Zeugin, als er einen Auftrag ausführt. Statt, wie es seine Pflicht wäre, die einzige, die sein Gesicht kennt, auszuschalten, verliebt sich der Meister des Tötens in die junge Frau. Dieser Treuebruch führt zu einem gnadenlosen, fintenreichen Kampf, in der Crying Freeman zwischen die Fronten der japanischen Yakuza und seiner Auftraggeber gerät.

Inszenatorisch eindrucksvoll huldigt diese Manga-Verfilmung in ihrer extrem stilisierten Kampf-und Mythenwelt den ästhetischen Normen und Erzählweisen der Comicvorlage. Der mit sicherer Hand durchkomponierte, visuell bestechende Film entwirft eine künstlich schöne, im besten Sinne triviale Romantik, die den Streifen zu einem Juwel des Action-Genrekinos macht. Ein durch und durch meisterhaft choregraphiertes, fantastisches Spektakel. 

THE ROCKETEER

Samstag 13.9.1997, 18 Uhr

USA 1991
Regie: Joe Johnston
Länge: 110 Min., dt. Fassung
Empf. ab 12
mit Jennifer Connelly, Timothy Dalton

Als entspinge er direkt den Seiten eines Comicheftes, entdeckt im Jahre 1938 ein tollkühner, junger Pilot den streng gehüteten Prototyp eines Raketenrucksackes. Schon bald wird der Pilot der von FBI, Gangstern und Nazis verfolgte "Raketenmann". Der Hollywood und Agentenstreifen persiflierende Comicstrip-Film entwirft ein haarsträubendes Szenario, das gewissermaßen auf Unlogik basiert und so einen unprätentiösen Charme gewinnt. "Turbulente Verfilmung eines Comic-Strips, die Realteile, Animationen und Trickaufnahmen zu einem rasant-vergnüglichen Abenteuer verbindet." (Film-Dienst)
    
ROUJIN Z


Samstag 13.9.1997, 20.15 U

Japan 1991
Regie: Hiroyuki Kitakubo
Idee, Buch, Mecha-Design: Katsuhiro Otomo (Regisseur von AKIRA)
Länge: 80 Min., engl. Fassung
Empf. ab 16

Eine Medizinstudentin kümmert sich als Krankenschwester rührend um einen pflegebedürftigen alten Mann. Eines Tages wird dieser zum Versuchsobjekt für das Gesundheitsministerium: ein Super-Cyborg-Robot-Bett (Z-001) übernimmt die maschinelle Rundumpflege. Automatismus ist alles, menschliche Wärme und Zuwendung wird ersatzlos gestrichen. Die Krankenschwester ist entsetzt und befreit zusammen mit drei greisen Hacker-Genies den Mann. Als sich auch noch herausstellt, daß die vermeintliche Entwicklung zum Wohle alter Menschen eigentlich der Prototyp einer furchtbaren atombetriebenen Superwaffe ist, beginnt eine aberwitzige Flucht vor der Polizei und dem Miltiär.

Katsuhiro Otomos erste Anime seit AKIRA ist ein amüsantes, großartiges SF-Spektakel, gespickt mit hochfantasievollen Mecha-Designs. "Schnell und unwiderstehlich komisch wie ein 'Terminator'-Film bietet der Film beste Unterhaltung." (Independent) It's Otomo!
    
FIST OF THE NORTH STAR

Samstag 13.9.1997, 22.30 Uhr

Japan 1986
Regie: Toyoo Ashida
Länge: 110 Min., engl. Fassung
Empf. ab 18

In einer postapokalyptischen Welt regiert das Recht des Stärkeren. Einer mythischen Weissagung folgend wurde die Welt in zwei Pole aufgeteilt, beide haben einen spirituellen Herren. Zwei Kindern kommt die Rolle zu, in dieser brutalen Welt mit gesetzlosen Bikern, übermächtigen Mutanten und bösen Diktatoren die letzten Pflanzensamen zu retten. Ein bitterer und blutiger Kampf entbrennt. Der aufrechte Krieger "Fist of the North Star" stellt sich auf die Seite der Schwächsten und versucht seinem eigenen Bruder, dem Schlimmsten unter den Gesetzlosen, Einhalt zu gebieten.

Abstrakte Blutfontänen, übermenschliche Kriegskünstler in einem symbolischen Kampf zwischen Gut und Böse werden in einer ruchlosen Endwelt mit raschen, agressiven, gebündelt-konzentrierten Bewegungsabläufen gezeichnet, ganz in der Tradition japanischer Animekunst. "Das düstere, philosophisch angehauchte Endzeit-Szenario gilt unter Cartoon-Kennern als kleine Perle."
(Die Welt)
    
BATMAN MASK OF THE PHANTASM

Sonntag 14.9.1997, 18 Uhr

USA 1993
Regie: Erik Radomski/ Bruce W. Timm
Vorlage: Bob Kane
Länge: 90 Min., Original englisch
Empf. ab 12

Eine mysteriöse Mordserie hält Gotham City in Atem. Der Schwarze Rächer hat es diesmal mit dem geheimnisvollen Phantom zu tun, der in einem ähnlichen Gewand wie Batman Jagd auf Verbrecher macht - nur mit dem Unterschied, daß das Phantom seine Opfer tötet. Bruce Wayne alias Batman hat gute Gründe, den Killer zu jagen, denn sein guter Ruf steht auf dem Spiel und sein alter Feind, der Joker, ist auch nicht weit...

Die ultimative, abendfüllende Zeichentrickversion, bisher nur in US-Kinos gelaufen, in Deutschland nur auf Video verfügbar, nun als Kinoerlebnis auf dem Münchner Comicfest! Batman entspringt 1939 der Feder des damals 18jährigen Cartoonisten Bob Kane. Im Zeichenstil von Kanes Originalen läßt dieses Zeichentrickabenteuer die Comicwelt der 40er und 50er Jahre aufleben. Unwiderstehlich die tricktechnischen Leckerbissen, entsetzlich spannend das Duell der finsteren Rächer... ob Batman siegen wird?
    
TYKHO MOON

Sonntag 14.9.1997, 20.15 Uhr

Frankreich/ Deutschland 1996
Regie: Enki Bilal
Vorlage: Enki Bilal
Länge: 110 Min., dt. Fassung
Empf. ab 12
mit Johan Leysen, Richard Bohinger, Julie Delpy, Michel Piccoli, Jean-Louis Trintignant

In einem Zukunftsstaat in einer postapokalyptischen Zwitterwelt herrscht ein grausamer, schwerkranker Tyrann. Nur Fremdorgane können ihn am Leben erhalten. Vor 25 Jahren diente Tykho Moon als Organspender. Das Krankenhaus brannte aber ab, bevor sein Körper zum Wohle des Tyrannen vollends ausgeschlachtet werden konnte. Der Tyrann läßt Tykho Moon jagen, denn, wie es heißt, soll der ehemalige Widerstandskämpfer noch leben. Und da ist auch noch eine Frau, die sich als Hure ausgibt und ein Killer, der behauptet, Reporter zu sein...

Enki Bilals zweiter Ausflug auf die Kinoleinwand ist ein Mysterium. Es gibt viel zu sehen, erleichternde Erklärungen dagegen sind rar gestreut. Auch diesmal entwirft Bilal eine düstere, desillusionierende Welt. Sci-fi-Drama? Futuristischer Thriller? Man erahnt die Abgründe, wenn man sich auf die irritierende Atmosphäre dieses außergewöhnlichen Comic(kunst)films einläßt