Zeichner

John Romita Jr.

Er ist einer der Besten. Seiner Hand entspringen die Superhelden seitenweise. 1956 wurde John Salvatore Romita in New York geboren. Comics sind sein Leben. Sein Vater John Romita sr. ist bei den Comic-Freaks auf der ganzen Welt eine Legende. Er war von 1966 bis 1973 der künstlerische Vater von Spider-Man. Der kleine John war von der Arbeit seines Vaters so begeistert, daß er beschloß, ebenfalls Comiczeichner zu werden. Also besuchte er - wie sein Vater - die Farmingdale University, eine Schule für Werbegraphik. Danach ging er zum "Marvel"-Verlag, um sich seine ersten Sporen als Comiczeichner zu verdienen. Bis 1976 machte Romita jr. Pin-Ups und Retuschen von Seiten anderer Künstler. Dann bot "Marvel" ihm an, die Iron Man-Serie zu übernehmen. Sein Zeichenstil prägte die Heldentaten des Eisernen Manns. 1980 begann John Romita jr. zusammen mit Autor Roger Stern mit der Arbeit an der durch seinen Vater geprägten Erfolgsserie Amazing Spider-Man. Dann folgte Uncanny X-Men - eine Serie für die der New Yorker vier Jahre lang zeichnete. Einen neuen Stil prägte Romita jr. mit Daredevil (es entstanden mehr als dreissig Ausgaben), an der er nach einem kurzen Ausflug in Marvels "New Universe" arbeitete. Damals trat er endgültig aus dem Schatten seines berühmten Vaters. In der Folgezeit zeichnete John Romita jr an verschiedene Projekten: Iron Man, The Punisher War Zone und Uncanny X-Men.
Ein weiterer großer Sprung auf der Karriereleiter der Comic-Künstler kam 1995: Der heute 43jährige übernahm die Serie Spider-Man. Heute noch arbeitete er zusammen mit seinem Freund, dem Autor Howard Mackie, an neuen Geschichten. Neben dem monatlichen Abenteuer von Peter Parker zeichnet John Romita jr. einmal im Monat ein Abenteuer des Donnergotts Thor.
John Romita jr. "Einer der besten Superheldenzeichner."

Ted McKeever

1987 kam er mit seiner abstrusen Geschichte von "Eddy Current" ganz groß raus. Ted McKeever war der Newcomer der amerikanischen Comic-Szene und jeder wollte ihn haben - obwohl weder seine Geschichten noch sein Zeichenstil kommerziell verwertbar schienen. Er bekam alle Freiheiten und nutzte sie. Heute vereinigt sich in dem amerikanischen Künstler beides: Er zeichnet für den Mainstream, verkauft dabei ganz gut und Ted McKeever ist bereits zu Lebzeiten Comic-Kult. Seine Karriere als Comic-Zeichner hat er erst sehr spät im Jahr 1986 gestartet. Zuvor zeichnete McKeever politische Cartoons für eine Tageszeitung und fertigte für einen lokalen Fernsehsender Gerichtsskizzen an. Doch seine Jugendleidenschaft Comics hat ihn nie losgelassen. Die Legende will, daß seine Mutter mit den Sätzen "Paß auf! Mach es oder halt die Klappe. Werd Müllmann oder mach irgendwas mit Comics. Dein ganzes Leben willst du das, also mach's endlich!" ihrem Sohn die entscheidende Richtung anzeigte. Nach "Eddy Current" kam "Transit", seine erste Serie, für einen kanadischen Verlag. Der Herr des makabren und grotesken Humors - so nennt die Fachpresse inzwischen Ted McKeever - ging zu "Epic", einem "Marvel"-Ableger. Hier erschien "Plastic Forks", die erste große Farbarbeit des Künstlers. Auch im neuen Hafen blieb Ted McKeever seinen Themen treu: Stadt, Industrie, Wahnsinn, Forschung, Religion und Musik.
Beim "DC"-Verlag entstand in Zusammenarbeit mit Peter Milligan "The Extremist", der international für Aufsehen sorgte. Der Zeichner arbeitete an "Doom Patrol" und an "Industrial Gothic". Ted McKeever prägte mit seinem Zeichenstil auch Bob Kanes Superhelden Batman. Bei den zahlreichen Ausgaben des "DC"-Verlags gab sich der Künstler nicht damit zufrieden, den Klischee-Batman aufzupolieren. Er wagte einen völlig neuen Blick auf den dunklen Rächer von Gotham City. Damit war er ganz oben, bei einem der wichtigsten Superhelden. McKeever hat eine Blitzkarriere abgeliefert - und ist heute einer der vielbeschäftigten Stars.

OL

Achtung, Rundumschlag! OL, der Herr der Augen- und Unterkieferlosen Strichmännchen, holt aus, und alle bekommen ihr Fett weg. Sein neues Album "Schmetterlinge im Bauch", das OL auf dem COMICFEST MÜNCHEN präsentiert, handelt nicht etwa von zarten und frisch erwachten Frühlingsgefühlen. Knallhartes Überleben im Alltag ist angesagt - und OL kennt sich aus. Denn nur die Besten kommen durch. Egal, ob Piercings, Orgasmusschulen, Viagra oder Bundeswehreinsätze, mit seiner Feder zieht der Berliner Zeichner nahezu alle gesellschaftlichen und zwischenmenschlichen Bereiche durch den Kakao. Dabei siedeln seine Zeichnungen und Comics irgendwo zwischen dem Charme des ersten Wasserfarbmalkastens und ganz fiesen Sprüchen.
Beinhart schickt OL jede Woche in der Berliner Zeitung "Jürgen, den Trinker" auf Sauftour. Der Künstler - er hatte von Kindesbeinen an ein Händchen für bunte Farben - startete seine Comic-Karriere im unschuldigen Knabenalter mit dem Abpausen diverser Superhelden. OL kam nach seiner ersten Ausstellung in der Wohnung eines Freundes in Ostberlin nach Westdeutschland - und kehrte bei seiner Münchner Tante ein (man sollte vielleicht besser sagen: in deren Weinhandlung). Überhaupt scheint OL eine Schwäche für Spirituosen(händler) zu haben. Sail away... . Na dann, Prost.

Frans Stummer

Harry holt nie mehr den Wagen. Denn Stephan braucht kein Auto mehr. Er muß sich nie wieder zu einem Tatort fahren lassen. Er wird nie wieder einen Mord aufklären. Stephan wurde pensioniert. Es ist weit und breit kein Ersatz in Sicht. Oberinspektor Derrick ist für Münchens, ach was, für die deutsche, europäische und weltweite Verbrecherjagd für immer verloren. Für immer? Nein, Frans Stummer hat Stephan Derrick zurückgebracht. Als Comic. Auf dem COMICFEST MÜNCHEN wird der 1966 geborene Zeichner seinen Comic "Derrick - Wer ist eigentlich Harry?" vorstellen. In den Hauptrollen natürlich Stephan Derrick und Harry Klein (als Comicfiguren). Frans Stummer und sein Texter Georg F. W. Tempel haben im vergangenen Jahr ebenfalls im Ehapa-Verlag ihr Debutalbum "Im Schattenreich von Die Ärzte" veröffentlicht. Und damit (die Rocker von KISS waren Vorbild) in Deutschland Musik und Comics fusioniert. Jetzt erscheint ihre neue Arbeit; pünktlich zum 25jährigen Dienstjubiläum von Deutschlands beliebtestem Oberinspektor - und kurz nach dessen Ausscheiden aus dem Polizeidienst.
Zusammen mit dem Derrick-Comic ist eine Derrick-CD erschienen. Bands mit so klangvollen Namen wie "Guttapercha", " ÄI-Tiem" und "Sound of one hand" setzen sich darauf mit Derricks Vermächtnis auseinander und interpretieren das Leben des Oberinspektors.

Claudio Castellini

Claudio Castellini ist einer der bekanntesten Comic-Zeichner Italiens. 1984 wird er in seinem Heimatland zum besten Nachwuchszeichner gekürt. Als Profi zeichnet er dann zunächst für die erfolgreiche Science -Fiction - Serie NATHAN NEVER. Bereits das erste Heft der Serie, das im Juni 1991 an den Kiosken ausliegt, wird ein großer Erfolg. Bis Heftnummer 59 gestaltet Claudio Castellini die Titel. - Doch auch im Ursprungsland der Superhelden-Comics ist Castellini kein Unbekannter. Er arbeitet für den Marvel-Verlag und an diversen Superhelden. Den SILVER SURFER prägt er ebenso wie WOLVERINE und CONAN. 1999 wird Castellini für die Gestaltung des Hefts PREDATOR: DEMON'S GOLD bei der Comic-Convention in San Diego für den 'Will Eisner Comic Idustry Award' als bester Inker nominiert.
Wie sein Kollege John Romita jr. arbeitet Claudio Castellini an Donnergott THOR und an X-MEN. Doch die beiden Künstler haben nicht nur dies gemeinsam. Claudio Castellini und John Romita jr. zeichnen auch im Team ein Abenteuer von Marvels bekanntestem Helden SPIDER-MAN. Während der Hand von Romita jr. - wie kann es anders sein - der Spinnenmann Peter Parker entspringt, zeichnet Claudio Castellini dessen düsteren Gegenspieler, den Vampir Morbius. - Die Helden von Claudio Castellini kämpfen auch in den zahlreichen Crossover-Heften 'DC gegen Marvel' der beiden Verlagsriesen.
Für das Weltraum-Epos STAR WARS des Regisseurs Georg Lucas hat der Italiener - pünktlich zur Filmpremiere - schließlich die Geschehnisse vor EPISODE I in kleine bunte Bildchen gebannt. Für weitere STAR WARS-Comicfolgen sind Georg Lucas und Claudio Castellini bereits im Gespräch. Ende September soll die erste Folge der neuen Serie STAR WARS TALES an den Start gehen.